Mit dem zunehmenden Ausbau von Photovoltaik und Windkraft gewinnen Batteriespeicher an Bedeutung, weil sie dabei helfen, erneuerbare Energien noch effizienter in das bestehende Stromsystem einzubetten. Solar- und Windanlagen produzieren naturgemäss zu unterschiedlichen Zeiten besonders viel Energie – etwa wenn die Sonne stark scheint oder wenn in einer Region gute Windverhältnisse herrschen. Batterien ermöglichen es, diesen erneuerbaren Strom flexibel zu nutzen: Sie speichern Energie dann, wenn viel davon zur Verfügung steht, und stellen sie später bereit, wenn sie gebraucht wird. So leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass Erzeugung und Verbrauch jederzeit im Gleichgewicht bleiben. Worauf Unternehmen achten sollten, erläutern im Interview die Experten Roger Ackermann, Leiter Projekte & Engineering bei SAK onergy AG, und Florian Stemplinger, Projektleiter Innovation bei SAK (St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG).

Grossbatteriespeicher in Rheineck SG
fangen wir mit einer grundsätzlichen frage an: warum müssen schwankungen im stromnetz überhaupt ausgeglichen werden?
Florian: Weil für eine stabile Versorgung die Menge an produziertem und verbrauchtem Strom im Netz immer gleich sein muss. Hier in der Schweiz sorgt die nationale Netzgesellschaft SwissGrid für eine entsprechende Kontrolle und leitet bei Abweichungen Gegenmassnahmen ein. Dazu gehört unter anderem die automatische Abschaltung von Verbrauchern bzw. Zuschaltung von Erzeugern. Es braucht also Technologien für die Netzstabilisierung - und damit sind wir beim Thema Batteriespeicher. Denn eine Speicherung von Strom im Netz selbst ist grundsätzlich nicht möglich.
wie können unternehmen zur netzstabilisierung beitragen und gleichzeitig davon profitieren?
Roger: Das funktioniert zum einen über die Regelenergievermarktung. Hierfür braucht es zunächst eine Anschlussbewilligung des örtlichen Energieversorgers. Sobald diese vorliegt, kann grundsätzlich ein eigener Batteriespeicher an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden. Zudem ist noch eine SwissGrid-Qualifizierung erforderlich, die gemeinsam mit dem Vermarkter der Batterie durchgeführt wird. Das Unternehmen verfügt dann über einen Batteriespeicher für primäre und sekundäre Regelenergie.
welche rolle spielt hierbei der vermarkter?
Florian: Eine wichtige, denn er platziert den Batteriespeicher im Strommarkt, nimmt die Abrufe von SwissGrid entgegen und löst entsprechend die Schaltungen des Speichers aus.
und wer übernimmt diese rolle des vermarkters?
Florian: Konkret heisst das: onergy-Kunden profitieren von der Vermarktung, ohne sich selbst um den Marktzugang kümmern zu müssen – das übernimmt SAK als Partner. Via SAK Flex kümmern wir uns als Portfoliomanager darum die Anlagen dynamisch dort einsetzen, wo sie aktuell den höchsten Return erwirtschaften. Dabei haben wir nicht nur Märkte im Blick sondern kombinieren auch Assets in Gesamtpools.
wie werden die erlöse bei einer regelenergievermarktung aufgeteilt?
Roger: Zwischen dem Vermarkter und dem Betreiber des Batteriespeichers gibt es einen sogenannten Revenue Split. Das bedeutet beispielsweise 80 Prozent für den Betreiber der Batterie und 20 Prozent für den Vermarkter.
dann gibt es noch flexibilitätsvermarktung, arbitrage und peak shaving. was hat es damit auf sich?
Florian: Unter Flexibilitätsvermarktung versteht man das gezielte Steuern von Stromverbrauch bzw. Stromerzeugung. Dabei können flexibel digital steuerbare Anlagen gewinnbringend eingesetzt werden. Auch für dieses Vermarktungsmodell brauchen Unternehmen Assets wie z.B. Batteriespeicher, PV-Anlagen, E-Flotten, etc. Diese können zudem eingesetzt werden, um sogenannte Arbitrage-Effekte zu erzielen. Das bedeutet: Strom wird bei günstigen oder sogar negativen Preisen geladen und bei hohen Preisen entladen. Durch Peak Shaving wiederum reduzieren Industriebetriebe ihre Lastspitzen und senken somit ihre Netzentgelte. Sie können aber auch aktiv helfen Lastspitzen im gesamten Stromnetz zu limitieren indem sie gezielt grosse Verbraucher abriegeln.
grosse batteriespeicher bieten also jede menge gewinn- und einsparmöglichkeiten. für wen macht das ganze wirtschaftlich und technisch tatsächlich sinn?
Roger: In erster Linie können hier grosse Industrie- und Gewerbebetriebe profitieren, aber darüber hinaus grundsätzlich jeder, der privates Bauland besitzt. Voraussetzung ist aber, dass sich in der Nähe eine Schaltstation oder noch besser ein Unterwerk befindet. Dann ist es nach erfolgreichem Anschlussgesuch möglich, leistungsstarke Batteriespeicher zu errichten und ans Stromnetz anschliessen zu lassen.
Florian: Wie bereits erwähnt, lässt sich ein Batteriespeicher nicht nur für die Regelenergie- oder Flexibilitätsvermarktung nutzen, sondern auch für Arbitrage und Lastspitzenminimierung sowie in Kombination mit einer PV-Anlage für die Optimierung des Eigenverbrauchs. Zudem gibt es Anwendungsmodelle, die all diese unterschiedlichen Gewinnbringer bestmöglich kombinieren. Wie die ideale Kombination im Einzelfall aussieht, hängt entscheidend vom jeweiligen Unternehmen ab: Was genau wird produziert? Wie sieht der konkrete Lastgang aus? Was für ein Netzanschluss kann genutzt werden? Wie gross kann der Batteriespeicher gebaut werden? Das sind im Überblick einige der wichtigsten Fragen, die beantwortet werden müssen.
Roger: Hierbei ist im Übrigen ein bestimmter Faktor ganz entscheidend: Wenn man als Unternehmen alle denkbaren Use Cases optimal umsetzen und kombinieren will, dann braucht es in jedem Fall einen sogenannten Vermarktungsfahrplan. Denn es können im Normallfall nicht alle Anwendungen zeitgleich ausgeführt werden. Genauer gesagt: Ich kann entweder nur Regelenergie machen oder nur Flexibilitätsvermarktung oder nur Eigenverbrauch oder nur Peak Shaving.
In der Praxis wird daher in bestimmte Zeitblöcke aufgeteilt. Der entsprechende Fahrplan kann dann beispielsweise so aussehen:
Von 0:00 bis 4:00 Uhr Regelenergie,
von 04:00 bis 08:00 Lastspitzenkappung wegen Aufladung E-Fahrzeuge,
von 08:00 bis 12:00 Uhr wieder Regelenergie,
von 12:00 bis 16:00 Uhr wieder Aufladung von E-Fahrzeugen usw.
Florian: Ein solches Kombimodell rentiert vornehmlich bei schwankenden Lastgängen. Bei kontinuierlichem Stromverbrauch kommt dann eher wieder die Nutzung des Batteriespeichers im Rahmen einer reinen Regelenergie- bzw. Flexibilitätsvermarktung in Betracht.
für welche branchen ist die nutzung eines batteriespeichers also besonders interessant?
Roger: Das sind zum einen vor allem Unternehmen mit grossen Fahrzeugflotten und hier insbesondere die Logistiker, die sukzessive auf Elektro-Lkw umstellen.
Zum anderen sind grosse Batteriespeicher für alle jene eine überaus sinnvolle Ergänzung, die über eine leistungsstarke Photovoltaikanlage verfügen, die jedoch angesichts der sinkenden Rückliefertarife immer weniger rentiert. Hier können neue Vermarktungsoptionen dazu beitragen, den PV-Business Case zu optimieren.
mit welchen amortisationszeiten ist bei der anschaffung eines grossen batteriespeichers zu rechnen?
Roger: Bei einem Kombimodell mit mehreren Use Cases muss das sehr individuell kalkuliert werden. Handelt es sich jedoch um einen reinen Regelenergiespeicher, gehen wir aktuell von einem Amortisationszeitraum von etwa vier bis sechs Jahren aus.
besteht die gefahr, dass es in zukunft zu viele speicher auf dem markt gibt und sich die anschaffung eines batteriespeichers gar nicht mehr auszahlt?
Florian: Diese Gefahr sehe ich nicht, aufgrund des Stichworts “Multi-Market-Ansatz”: In Zukunft werden die Betreiber von Batteriespeichern auf unterschiedlichen Gebieten Einnahmen generieren. Das vielfältige Spektrum reicht von der Arbitrage und Flexibilitätsvermarktung bis hin zur negativen Spot-Abschaltung in Kombination mit einer Bilanzgruppenoptimierung.
Und während beispielsweise Wasserkraftwerke bereits seit längerer Zeit in der Vermarktung sind, lassen sich seit 2025/26 auch PV-Anlagen als Flexibilität einsetzen. Gleiches gilt für Ladestationen, Wärmepumpen oder Kühlhäuser etc. Den technischen Möglichkeiten und damit Marktchancen sind hier praktisch keine Grenzen gesetzt.
viele möglichkeiten bedeuten auch hohe komplexität. wie hilft onergy seinen kunden beim thema batteriespeicher plus vermarktung?
Roger: Als Spezialisten für gesamtheitliche Energielösungen können wir alles anbieten, was erforderlich ist. Das bedeutet konkret: Egal, ob der Kunde bereits über energietechnische Komponenten wie PV, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur etc. verfügt oder sprichwörtlich bei Null auf der grünen Wiese anfangen will: SAK onergy erstellt zunächst ein umfassendes Energiekonzept, das sowohl die aktuellen als auch die kommenden Anforderungen zielgenau berücksichtigt – inklusive Business Case und Wirtschaftlichkeitsberechnung. Auf dieser Basis werden anschliessend die passenden Massnahmen umgesetzt. Dazu gehört auch die schlüsselfertige Errichtung von Batteriespeichern einschliesslich Konzeption, Baurealisierung und Betrieb.
Florian: Ergänzend kümmern wir uns um die mittel- bis langfristige Marktstrategie der jeweiligen Batterieanlage oder des Flexibilitätsassets. Als lokaler Energieversorger verfügen wir über einen wertvollen Multi-Markt-Überblick und sorgen dafür, dass die Wertschöpfung hier bei uns vor Ort stattfindet.
von welchen entscheidenden vorteilen können onergy kunden noch profitieren?
Roger: Einer der wichtigsten Pluspunkte ist sicherlich, dass wir direkten Zugriff auf die bewährten Strukturen und Kompetenzen der SAK haben. Daher können wir unseren Kunden im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern das komplette Leistungspaket aus einer Hand anbieten – vom Netz- und Batteriespeicherbau über die Elektroinstallation bis hin zum Energiehandel inklusive Vermarktung plus Abrechnung und vieles mehr.
gibt es ein aktuelles beispiel für die planungs- und umsetzungskompetenz bezüglich batteriespeichern?
Roger: Ja, den Grossbatteriespeicher in Rheineck, Kanton St. Gallen. Hier hat die SAK neben ihrem Unterwerk einen zukunftsweisenden Grossbatteriespeicher mit 6.24 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität gebaut. Diese Anlage wird in erster Linie für Systemdienstleistungen des Schweizer Übertragungsnetzbetreibers SwissGrid eingesetzt – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes.
worauf sollten sich unternehmen in sachen zukünftige stromversorgung auf jeden fall heute schon einstellen?
Florian: Dass auch in der Schweiz der Strommarkt immer dynamischer wird. Das kann – wie das Beispiel Deutschland zeigt – vorübergehend sogar zu negativen Strompreisen füheren. Die zentrale Herausforderung besteht für Unternehmen darin, ihre Business Cases und Assets kontinuierlich im Blick und unter Kontrolle zu haben. Energieeinkauf, Einspeisevergütung, Batterieeinsatz, Verbrauchsanpassungen, Umstellung auf E-Mobilität und Wärmepumpen, Innovationen etc. – all das verändert permanent den Markt und gleichzeitig die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die eigene Stromversorgung.
stichwort “hochdynamisch”: wie wird sich der flexibilitätsmarkt in der schweiz in den nächsten jahren entwickeln?
Florian: Im Moment ist der Flexibilitätsmarkt hier bei uns gerade erst am Entstehen. Da sind unter anderem Österreich, Deutschland, Benelux und Skandinavien bereits viel weiter. Aber auch die Schweiz wird sich sehr wahrscheinlich in diese Richtung entwickeln. So werden immer mehr Vermarktungsmöglichkeiten entstehen und gleichzeitig treibt diese Entwicklung den Umstieg auf erneuerbare Energien entscheidend weiter voran. Zukünftig werden nicht nur grosse Industrieanlagen sondern auch Kleinanlagen (z.B. Einfamilienhäuser) Teil des Flexibilitätsmarkts werden.
wie lautet die abschliessende empfehlung an alle leser, die sich für den bau und die vermarktung eines batteriespeichers interessieren?
Roger: Nutzen Sie die enormen Potenziale der grosstechnischen Batteriespeichertechnologie! Denn um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten sich Unternehmen und Liegenschaftsbesitzer zukunftssicher aufstellen. Treibende Faktoren sind hier vor allem E-Mobilität, Grossverbrauch, Lastspitzen und Eigenverbrauch.
Florian: Wichtig ist vor allem, dass von Anfang an nicht nur technisch kompetent, sondern auch wirtschaftlich pragmatisch und mit Weitblick vorgegangen wird. Daher sind eine Potenzialanalyse sowie die Erstellung einer individuellen Roadmap aus unserer Sicht unerlässlich. Nur auf dieser Basis lassen sich Stromversorgung und -vermarktung professionell und zuverlässig planen.
Roger: Kurz und gut: Wer in ganzheitliche und zukunftssichere Energielösungen investieren möchte, kann einfach Kontakt zu uns aufnehmen. Wir erläutern im Rahmen einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung gerne genauer, welche spannenden Chancen moderne Batteriespeichersysteme schon heute eröffnen und wie sie zur stabilen Einnahmequelle werden.
--------------------
gemeinsam für die energiewende in der ostschweiz mit «energie, die passt».
Vom Energiekonzept, Netzanschluss, Batteriespeicherbau, Energievermarktung und Wartung unterstützen onergy und SAK Kunden bei einer einfachen, zuverlässigen und nachhaltigen Energieversorgung.
- Roger Ackermann ist Leiter Projekt & Engineering bei der SAK onergy AG und begleitet Unternehmen von der Konzeption bis zur Umsetzung ganzheitlicher Energielösungen – von der PV-Anlage über Ladeinfrastruktur bis zum Grossbatteriespeicher.
SAK onergy AG ist die auf Energiedienstleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft der SAK und bietet Industrie- und Gewerbekunden massgeschneiderte Lösungen rund um Photovoltaik, Wärmepumpen, Elektromobilität, Batteriespeicher und Energievermarktung.- Florian Stemplinger verantwortet als Projektleiter Innovation bei der SAK (St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG) die Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Flexibilitätsvermarktung und treibt die Integration dezentraler Energieressourcen in neue Marktmodelle aktiv voran.
SAK ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in St. Gallen und versorgt die Ostschweiz mit Strom, Gas und weiteren Energiedienstleistungen.
--------------------
glossar
- Anschlussbewilligung: Die Anschlussbewilligung ist die technische und regulatorische Freigabe für den Anschluss einer Energieanlage an das Stromnetz.
- Arbitrage: Beschreibt die Nutzung von Strompreisschwankungen: Strom wird bei tiefen oder negativen Preisen gespeichert und bei hohen Preisen wieder verkauft oder genutzt.
- Bilanzgruppenoptimierung: Die Bilanzgruppenoptimierung sorgt dafür, dass Stromproduktion und Stromverbrauch innerhalb einer Bilanzgruppe möglichst exakt ausgeglichen werden, um zusätzliche Energiekosten zu vermeiden.
- Batteriespeicher (BESS): Ein Batteriespeicher beziehungsweise BESS (Battery Energy Storage System) speichert elektrische Energie zwischen und stellt sie bei Bedarf wieder zur Verfügung.
- Eigenverbrauchsoptimierung: Bei der Eigenverbrauchsoptimierung wird möglichst viel selbst erzeugter Strom, beispielsweise aus einer PV-Anlage, direkt im Unternehmen genutzt.
- Flexibel steuerbare Anlagen: Darunter versteht man Anlagen, deren Stromverbrauch oder Stromerzeugung gezielt angepasst werden kann, beispielsweise Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladeinfrastrukturen oder Kühlanlagen.
- Flexibilitätsvermarktung: Flexibilitätsvermarktung bezeichnet das gezielte Steuern von Stromverbrauch und Stromerzeugung, um verfügbare Energie flexibel und wirtschaftlich einzusetzen.
- Lasten: Als Lasten bezeichnet man elektrische Verbraucher oder Strombezüge von Anlagen, Maschinen oder Gebäuden.
- Lastgang: Der Lastgang zeigt den zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs oder der Stromerzeugung eines Unternehmens oder einer Anlage.
- Multi-Asset-Vermarktung: Bei der Multi-Asset-Vermarktung werden verschiedene Energieanlagen wie Batteriespeicher, PV-Anlagen, Wärmepumpen oder E-Fahrzeuge gemeinsam wirtschaftlich optimiert vermarktet.
- Negative Spot-Abschaltung: Bei negativen Strompreisen werden Verbraucher oder Energieanlagen gezielt abgeschaltet beziehungsweise angepasst, um Kosten zu vermeiden oder zusätzliche Erlöse zu erzielen.
- Netzstabilisierung: Netzstabilisierung umfasst alle Massnahmen, die das Stromnetz stabil und die Netzfrequenz konstant halten.
- Peak Shaving: Peak Shaving bedeutet die Reduktion von Lastspitzen im Stromverbrauch. Unternehmen senken damit ihre Netzkosten, indem kurzfristig gespeicherte Energie genutzt wird.
- Primäre Regelenergie: Primäre Regelenergie stabilisiert das Stromnetz unmittelbar nach einer Netzabweichung automatisch und dezentral.
- Primärregelleistung (PRL): Primärregelleistung ist die schnellste Form der Regelenergie. Sie wird innerhalb weniger Sekunden automatisch aktiviert, um Frequenzabweichungen im Stromnetz auszugleichen.
- Regelenergie: Regelenergie dient dazu, Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch im Stromnetz kurzfristig auszugleichen und die Netzstabilität sicherzustellen. 2
- Revenue Split: Der Revenue Split beschreibt die vereinbarte Aufteilung der Erlöse zwischen Betreiber eines Batteriespeichers und dessen Vermarkter.
- Schaltungen: Schaltungen sind technische Steuerbefehle, mit denen Batteriespeicher oder andere Energieanlagen geladen, entladen oder gezielt geregelt werden.
- Schaltstation: Eine Schaltstation verbindet verschiedene Teile des Stromnetzes miteinander und ermöglicht das Schalten, Absichern und Verteilen elektrischer Energie.
- Sekundäre Regelenergie: Sekundäre Regelenergie wird nach der Primärregelung aktiviert und sorgt dafür, dass das Stromnetz wieder in den Normalzustand zurückgeführt wird.
- SwissGrid: Swissgrid ist die nationale Netzgesellschaft der Schweiz und verantwortlich für den Betrieb des Schweizer Übertragungsnetzes.
- Unterwerk: Ein Unterwerk ist ein zentraler Netzknotenpunkt im Stromnetz, an dem elektrische Energie transformiert, verteilt und gesteuert wird.
- Use Case: Ein Use Case beschreibt einen konkreten Anwendungsfall eines Batteriespeichers oder Energieassets, beispielsweise Regelenergievermarktung oder Peak Shaving.
- Vermarkter: Plaziert den Batteriespeicher im Swissgrid Marktplatz, nimmt die Erlöse und gibt sie an die Batterie weiter.
- Vermarktungsfahrplan: Ein Vermarktungsfahrplan definiert, wann ein Batteriespeicher oder anderes Energieasset für welche Anwendung eingesetzt wird, beispielsweise Regelenergie, Peak Shaving oder Eigenverbrauchsoptimierung.